Elektrifizierung?

 

Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wird über eine Elektrifizierung der Hochrheinstrecke diskutiert. Bei den Planungen zur Regio-S-Bahn rund um Basel soll auch die Hochrheinbahn integriert werden. Vorraussetzung dafür wäre eine Elektrifizierung. Der Landkreis Waldshut hat kein Interesse.
Ausführliches Dossier zur Regio-S-Bahn

In den 1990er Jahren warnte Landrat Bernhard Wütz vor der Elektrifizierung als Wegbereiter für den sogenannten Hochrhein-Bypass bei dem ein Großteil der Güterzüge in oder aus Richtung Alpen den Hochrhein passieren würde

Erst ab 2010 wurde die Elektrifizierung der Hochrheinbahn wieder auf die Tagesordnung der Landkreise Lörrach und Waldshut gesetzt. Am 20. Mai 2010 wurde die Lörrach/Waldshuter-Erklärung unterzeichnet in der die Landkreise Waldshut und Lörrach sowie das Land Baden Württemberg erklären, sich an der Finanzierung der Elektrifizeirung beteiligen zu wollen.
Nun sollte es schnell gehen: Im Mai 2011 unterzeichnen Tanja Gönner und der Baudirektor des Kantons Schaffhausen Reto Dubach ein Finanzierungsvereinbarung. Die Inbetriebnahme wurde für das Jahr 2016 geplant. Leider wurde auf beiden Seiten des Rheins “vergessen”, die Finanzierung durch die Aufnahme in ein Finanzierungsprogramm zu sichern.
Statt dessen wird im Januar 2013 – nun mit dem grünen Verkehrsminister Herrmann – die Basler Erklärung vereinbart. Die darin vereinbarten Finanzierungswege scheitern jedoch wiederum auf beiden Seiten der Grenze.

Im September 2015 wurde erneut ein “Durchbruch” für die Finanzierung erzielt. Einzelheiten sollen Anfang des Jahres 2016 bekannt gegeben werden.!?

Doppelspurausbau?

Auslastung-Schiene BWDer VCD unterstützt die Bestrebungen für eine baldige Elektrifizierung der Hochrheinbahn, bedauert jedoch, dass nicht in Betracht gezogen wurde, den einspurigen Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen zweigleisig auszubauen. Dieser Abschnitt ist bereits heute, mit je zwei Zügen in jede Richtung, ausgelastet. Siehe Karte (schwarze Linie = Auslastung 100%; rot = überlastet)
Quelle: Engpassanalyse im Zielnetz 2025; Ergebnisse der Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen; BMVI