Alle Tage Sabotage

oder: Das RP Freiburg – dein Freund und Helfer

Ich gebe zu, ich habe eine Zeitlang mit Bärbel Schäfer und dem Regierungspräsidium Freiburg gehadert. Eine Regierungspräsidentin, die von einer grün/roten Landesregierung eingesetzt wurde, und dann mit ganzem Einsatz den Autobahnbau vorantreibt? Das fand ich unerträglich. Auch am Personal habe ich gezweifelt. Da gibt es doch sicher einige Leute mit Abitur und Studium. Das kann doch nicht deren Ernst sein, was sie hier planen und bekräftigen. Ich habe gelitten! Ich habe gelitten, bis ich gleich einem Sonnenstrahl am Horizont einen ersten Hoffnungsschimmer erblickte. Aha, dachte ich, als ich die Pläne für den verkürzten Abschnitt Karsau-Schwörstadt sah: Der Abstieg zur B34, der mit seinen 6% Steigung nicht dem Autobahnstandard (der erlaubt nur 4%) entspricht, leitet einen sanften Übergang auf eine Bundesstraße ein.
Doch der Plan ist offensichtlich noch viel raffinierter: Mit einer Ablehnung dieser Planung musste wohl gerechnet werden, denn 6% Gefälle sind nun mal nicht erlaubt. Also folgt auf diese Finte der logische Kunstgriff: Der Abschnitt wird weiter verkürzt. Nun hat er verkehrlich gar keine Bedeutung mehr, denn er entlastet ja keine Ortsdurchfahrt mehr und führt parallel zu einem Außerorts-Abschnitt der B34 auf dem keine Engpässe auftreten. Dadurch dürfte der Kosten-Nutzen-Faktor in eine bisher unbekannte Größenordnung fallen. Somit ist sichergestellt, dass kein weiterer sinnloser Autobahnabschnitt mehr gebaut wird, bis sich eines Tages vielleicht doch die Erkenntnis durchsetzt, dass eine Bundesstraßenumfahrung schneller, günstiger und mit weniger Naturzerstörung zu bauen ist. Danke Bärbel!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *